Schenken und Dankbarkeit

Wie kann ich mein Geschenk des Lebens annehmen?

Das Feuer tanzt hinter der Scheibe und schenkt unseren Raum eine wohlige Wärme. Tara, die heimliche Herrin dieses zu Hause, liegt zusammengerollt auf meinem Schoß und schnurrt in voller Lautstärke.

Sie genießt ihr Geschenk

Es ist unübersehbar, dass sie die Streicheleinheit, die ich ihr schenke, in vollen Zügen genießt. Beim Katze streicheln, träume ich vor mich hin: Das Leben meint es gut mit mir. Ich kann sehen, dass das Leben bereit war, mir viel zu schenken:

Geschenk: Ich bin frei

Eines dieser Geschenke war: Ich wurde in einem Land geboren, in dem ich mich bis auf ein paar wenige brenzlige Situationen, immer sicher und frei fühlen konnte. Ich bin so unendlich dankbar dafür, dass ich hierzulande auch als Frau alleine bei Tag und bei Nacht unterwegs sein kann. Ok, nicht jede Frau ist dabei angstfrei. Ich genieße es, alleine durch den Wald zu streifen und dabei der Stille und dem Klang der Bäume und Vögel zu lauschen. Das lädt meinen Akku auf und schenkt mir gleichzeitig das Gefühl tiefer Verbundenheit und unendlicher Freiheit.

Geschenk: Ich bin versorgt

Ein weiteres Geschenk war: Auch wenn ich in sehr einfachen Verhältnissen aufgewachsen bin, in denen es Geld nicht im Überfluss gab, musste ich nie Hunger leiden oder ernsthaft frieren. Es gab bei uns immer den „Jubelgroschen“. Das war so ein klitzekleines Taschengeld, mit dem wir uns ganz bewusst eine Freude gemacht haben. Das musste nicht nützlich sein – außer uns Freude zu schenken. An unserem Tisch, auf dem oft nur wenige und einfache Lebensmittel standen, durfte ich immer noch Freunde mitbringen. Dafür bin ich meiner Mutter so dankbar.

Meine geliebte Mama hat mir ganz oft mein Lieblingsessen gekocht. Vermutlich hat sie mich immer wieder gefragt, was ich mir denn zu Essen wünsche, weil sie sicher sein konnte, dass ich mit strahlenden Augen antworten würde: „Eierpfannkuchen!“ Das war nicht teuer und sie war gewiss, dass sie mir mit diesem Geschenk wieder eine riesengroße Freude machen würde.

Das sind nur zwei der vielen Dinge, die das Leben bereit war, mir zu schenken.

Ich habe ein schlechtes Gewissen

Ich kenne das Gefühl von Ungerechtigkeit, und schlechtem Gewissen darüber, dass ich so beschenkt bin und es mir so gut geht, während es anderen viel, viel schlechter geht.

Das hat mich sehr oft sehr traurig gemacht in meinem Leben. Wenn ich die Bilder aus Krisengebieten auf dem Bildschirm sah, saß ich zusammengesunken mit einem Kloß im Hals und Tränen in den Augen auf meinem Sessel. Eine tiefe Hilflosigkeit zog mir die Brust ganz eng zusammen.

Und das schlechte Gewissen hat mich zu 100% daran gehindert, die Geschenke, die mir das Leben anbietet, zu genießen. Mehr noch hat mich das früher oft in so ein eigenartiges Muster gebracht: Zum Ausgleich dafür, dass ich auf der einen Seite so viel bekomme, muss ich auf der anderen Seite etwas leiden.

Ich habe die Wahl

Ich glaube mittlerweile, dass das Leben bzw. die Existenz, oder wie immer Du das nennen magst, das so nicht gewollt hätte.

Schenken oder nicht

Ich glaube, dass ich immer die Wahl habe: nehme ich dieses Geschenk des Lebens in Freude an? Oder schäme ich mich dafür, dass es mir gut geht, während ich mich hilflos fühle, das Leid der Welt nicht lindern zu können? Wenn ich meinen Fokus zu sehr auf die Ungerechtigkeit und das Leiden der Welt gerichtet halte, kann mich das regelrecht lähmen. Das hilft aber niemandem. Im Gegenteil: Meiner eigenen kleinen Welt geht es dadurch auch noch schlechter.

Doch um zu dieser Erkenntnis zu kommen, musste ich erst durch ein tiefes, dunkles Tal wandern, in dem mich Trauer und Depressionen weit weg brachten von der Freude an diesen Gaben. Wie ich dahin kam, kannst Du hier in meinem Beitrag über die 8 Fehler lesen (klick).

Ich gehe auf die Reise

Als das Tal am tiefsten war und meine Nacht am dunkelsten, war Platz für Veränderung in meinem Leben. Mein Leben sah damals wie ein einziger Scherbenhaufen aus: Ich fühlte mich nicht mehr und hatte keine Perspektive im Leben. An diesem Ort des Nicht-Fühlens und der Perspektivlosigkeit wollte ich nicht bleiben. Ich ließ mich freistellen und kündigte meine Wohnung. Dann begab ich mich mutig auf eine innere und äußere Reise.

Auf dieser Reise begegnete mir der Zauber von Dankbarkeit und Wertschätzung. Ich begann jeden Tag die scheinbar selbstverständlichen Dinge meines Lebens wertzuschätzen. So als Vorstufe zur Dankbarkeit quasi. Diese Kultur der Wertschätzung hat viel in meinem Leben verändert.

ein Geschenk auspacken
  • 1. Ich habe immer mehr Umstände in mein Leben gezogen, für die ich dankbar sein konnte.
  • 2. Was noch viel wichtiger war: Ich begann die Dankbarkeit wirklich zu fühlen. Erst ein bisschen und dann immer mehr. Und aus diesem tiefen Gefühl der Dankbarkeit für das, was das Leben mir schenken wollte, ist eine ganz große Freude erwachsen.

Ich bin der Unterschied

Aus der Freude und Fülle dieser Geschenke und Dankbarkeit kann ich in Liebe geben und empfangen. Das Leben hat mir quasi mit seiner ganzen Liebe Geschenke gemacht. Wenn ich sie annehme, kann ich aus ihnen schöpfen und dem Leben bzw. der Welt zurückgeben. Dann fließt die Liebe in Form von Gaben und Geschenken. Und damit mache ich einen entscheidenden Unterschied in meiner Welt. Und meine Welt, die ist ja mit der großen Welt verbunden.

Sie schenkt einfach

Das Schnurren der entspannten Katze auf meinem Schoß fühlt sich an wie eine sanfte Massage. Die heimliche Herrin des Hauses scheint ohne es zu wissen Wohlgefühl an mich zu schenken. Oder weiß sie es vielleicht sogar?

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Dieser Artikel ist übrigens auch bei https://the-coach.net/ erschienen. Dort findest Du viele weitere Inspirationen zu diesem und anderen interessanten Themen.

Klangvolle Herzensgrüße
von Regina

Klang Einladung
Einladung zum Klang

Zentrum der Stille und des Klangs
Regina Aruna Kienetz    

Ich erinnere Menschen an den Klang ihres eigenen Lebens. So wie ihr ureigener Klang ursprünglich gemeint war.    

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