Schenken und Dankbarkeit

Wie kann ich mein Geschenk des Lebens annehmen?

Das Feuer tanzt hinter der Scheibe und schenkt unseren Raum eine wohlige Wärme. Tara, die heimliche Herrin dieses zu Hause, liegt zusammengerollt auf meinem Schoß und schnurrt in voller Lautstärke.

Sie genießt ihr Geschenk

Es ist unübersehbar, dass sie die Streicheleinheit, die ich ihr schenke, in vollen Zügen genießt. Beim Katze streicheln, träume ich vor mich hin: Das Leben meint es gut mit mir. Ich kann sehen, dass das Leben bereit war, mir viel zu schenken:

Geschenk: Ich bin frei

Eines dieser Geschenke war: Ich wurde in einem Land geboren, in dem ich mich bis auf ein paar wenige brenzlige Situationen, immer sicher und frei fühlen konnte. Ich bin so unendlich dankbar dafür, dass ich hierzulande auch als Frau alleine bei Tag und bei Nacht unterwegs sein kann. Ok, nicht jede Frau ist dabei angstfrei. Ich genieße es, alleine durch den Wald zu streifen und dabei der Stille und dem Klang der Bäume und Vögel zu lauschen. Das lädt meinen Akku auf und schenkt mir gleichzeitig das Gefühl tiefer Verbundenheit und unendlicher Freiheit.

Geschenk: Ich bin versorgt

Ein weiteres Geschenk war: Auch wenn ich in sehr einfachen Verhältnissen aufgewachsen bin, in denen es Geld nicht im Überfluss gab, musste ich nie Hunger leiden oder ernsthaft frieren. Es gab bei uns immer den „Jubelgroschen“. Das war so ein klitzekleines Taschengeld, mit dem wir uns ganz bewusst eine Freude gemacht haben. Das musste nicht nützlich sein – außer uns Freude zu schenken. An unserem Tisch, auf dem oft nur wenige und einfache Lebensmittel standen, durfte ich immer noch Freunde mitbringen. Dafür bin ich meiner Mutter so dankbar.

Meine geliebte Mama hat mir ganz oft mein Lieblingsessen gekocht. Vermutlich hat sie mich immer wieder gefragt, was ich mir denn zu Essen wünsche, weil sie sicher sein konnte, dass ich mit strahlenden Augen antworten würde: „Eierpfannkuchen!“ Das war nicht teuer und sie war gewiss, dass sie mir mit diesem Geschenk wieder eine riesengroße Freude machen würde.

Das sind nur zwei der vielen Dinge, die das Leben bereit war, mir zu schenken.

Ich habe ein schlechtes Gewissen

Ich kenne das Gefühl von Ungerechtigkeit, und schlechtem Gewissen darüber, dass ich so beschenkt bin und es mir so gut geht, während es anderen viel, viel schlechter geht.

Das hat mich sehr oft sehr traurig gemacht in meinem Leben. Wenn ich die Bilder aus Krisengebieten auf dem Bildschirm sah, saß ich zusammengesunken mit einem Kloß im Hals und Tränen in den Augen auf meinem Sessel. Eine tiefe Hilflosigkeit zog mir die Brust ganz eng zusammen.

Und das schlechte Gewissen hat mich zu 100% daran gehindert, die Geschenke, die mir das Leben anbietet, zu genießen. Mehr noch hat mich das früher oft in so ein eigenartiges Muster gebracht: Zum Ausgleich dafür, dass ich auf der einen Seite so viel bekomme, muss ich auf der anderen Seite etwas leiden.

Ich habe die Wahl

Ich glaube mittlerweile, dass das Leben bzw. die Existenz, oder wie immer Du das nennen magst, das so nicht gewollt hätte.

Schenken oder nicht

Ich glaube, dass ich immer die Wahl habe: nehme ich dieses Geschenk des Lebens in Freude an? Oder schäme ich mich dafür, dass es mir gut geht, während ich mich hilflos fühle, das Leid der Welt nicht lindern zu können? Wenn ich meinen Fokus zu sehr auf die Ungerechtigkeit und das Leiden der Welt gerichtet halte, kann mich das regelrecht lähmen. Das hilft aber niemandem. Im Gegenteil: Meiner eigenen kleinen Welt geht es dadurch auch noch schlechter.

Doch um zu dieser Erkenntnis zu kommen, musste ich erst durch ein tiefes, dunkles Tal wandern, in dem mich Trauer und Depressionen weit weg brachten von der Freude an diesen Gaben. Wie ich dahin kam, kannst Du hier in meinem Beitrag über die 8 Fehler lesen (klick).

Ich gehe auf die Reise

Als das Tal am tiefsten war und meine Nacht am dunkelsten, war Platz für Veränderung in meinem Leben. Mein Leben sah damals wie ein einziger Scherbenhaufen aus: Ich fühlte mich nicht mehr und hatte keine Perspektive im Leben. An diesem Ort des Nicht-Fühlens und der Perspektivlosigkeit wollte ich nicht bleiben. Ich ließ mich freistellen und kündigte meine Wohnung. Dann begab ich mich mutig auf eine innere und äußere Reise.

Auf dieser Reise begegnete mir der Zauber von Dankbarkeit und Wertschätzung. Ich begann jeden Tag die scheinbar selbstverständlichen Dinge meines Lebens wertzuschätzen. So als Vorstufe zur Dankbarkeit quasi. Diese Kultur der Wertschätzung hat viel in meinem Leben verändert.

ein Geschenk auspacken
  • 1. Ich habe immer mehr Umstände in mein Leben gezogen, für die ich dankbar sein konnte.
  • 2. Was noch viel wichtiger war: Ich begann die Dankbarkeit wirklich zu fühlen. Erst ein bisschen und dann immer mehr. Und aus diesem tiefen Gefühl der Dankbarkeit für das, was das Leben mir schenken wollte, ist eine ganz große Freude erwachsen.

Ich bin der Unterschied

Aus der Freude und Fülle dieser Geschenke und Dankbarkeit kann ich in Liebe geben und empfangen. Das Leben hat mir quasi mit seiner ganzen Liebe Geschenke gemacht. Wenn ich sie annehme, kann ich aus ihnen schöpfen und dem Leben bzw. der Welt zurückgeben. Dann fließt die Liebe in Form von Gaben und Geschenken. Und damit mache ich einen entscheidenden Unterschied in meiner Welt. Und meine Welt, die ist ja mit der großen Welt verbunden.

Sie schenkt einfach

Das Schnurren der entspannten Katze auf meinem Schoß fühlt sich an wie eine sanfte Massage. Die heimliche Herrin des Hauses scheint ohne es zu wissen Wohlgefühl an mich zu schenken. Oder weiß sie es vielleicht sogar?

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Dieser Artikel ist übrigens auch bei https://the-coach.net/ erschienen. Dort findest Du viele weitere Inspirationen zu diesem und anderen interessanten Themen.

Klangvolle Herzensgrüße
von Regina

Klang Einladung
Einladung zum Klang

Zentrum der Stille und des Klangs
Regina Aruna Kienetz    

Ich erinnere Menschen an den Klang ihres eigenen Lebens. So wie ihr ureigener Klang ursprünglich gemeint war.    

Wenn Du Dich nach Deinem ureigenen Klang sehnst, melde Dich gerne für ein kostenloses Orientierungsgespräch bei per Mail bei mir: rkienetz@gmx.de

Schenke Dir mit diesem Gespräch mehr Klarheit für Dich und Deine Geschenke des Lebens.

8 Fehler, mit denen ich schnurstracks im Burnout landete

8 Fehler – 8 Jahre

Die 8 ist ja so eine magische Zahlt, wenn ich auf meinen Burnout zurückschaue. 8 Jahre habe ich mir diesen Zustand ziemlich konsequent aufgebaut. 8 Jahre habe ich gebraucht, um aus der tiefsten Talsohle wieder aufzusteigen. 8 wichtige Dinge habe ich dabei falsch gemacht. Da war ich konsequent. Kein Wunder, dass ich ausgebrannt bin, anstatt Feuer und Flamme zu sein.

Das kannst Du alles auch schneller haben. Die Talfahrt muss auch nicht so tief gehen.

Deshalb verrate ich Dir jetzt hier, wie Du diese 8 Fehler in 8 starke Ressourcen verwandeln kannst.

Fehler Nummer 1: Sei vernünftig

Anstatt meiner Freude zu folgen, bin ich ganz oft der Sicherheit gefolgt. Ich habe schon in meiner Jugend mit größter Freude Gitarre gespielt und gesungen, ganz besonders im Zeltlager in der großen Runde am Lagerfeuer. Ich liebe es in der Natur zu sein und mag es gerne einfach.

Aber anstatt einen sozialen und kreativen Beruf zu ergreifen, bin ich im Büro gelandet. Dabei habe ich als Jugendliche schon immer gesagt: Ich will kein Sesselpupser werden. Bin dann doch einer geworden.

Aus Angst vor Ablehnung habe ich auch privat meine Freude am Singen, dem Einfachen und der Natur viel zu oft verleugnet.

Verwandlung in Ressource 1: Folge Deiner Freude!

Ich glaube fast, dass die Freude der wichtigste Schlüssel ist, wenn es darum geht Feuer und Flamme zu sein, statt auszubrennen. Wenn ich meiner Freude folge, dann ist die Wahrscheinlichkeit, in einen Flow zu kommen relativ hoch.

Im Flow bin ich dann ganz versunken im Augenblick. Meine Gedanken können still werden. Vermutlich ist das ein Kernpunkt, um effizient zu regenerieren.

Fehler Nummer 2: Lade Deinen Akku möglichst unregelmäßig und unsachgemäß auf

Das klingt so banal wie ausgelutscht. Rückblickend muss ich feststellen, dass alle meine Versuche, mich zu regenerieren nur Tropfen auf den heißen Stein waren. Was das Regenerieren betrifft habe ich so ziemlich alles falsch gemacht was ging:

Ich habe gewartet, bis ich so richtig ausgelaugt war. Oft hat mein Körper das mit einer Krankheit signalisiert. Dann habe ich völlig erschöpft für kurze Zeit versucht aufzutanken und fit zu werden. Kein Mensch würde seinen Akku auf 2% runter fahren und für 10 Minuten an den Strom hängen. Ich habe das aber gemacht. Und mich dann gewundert, dass ich kurze Zeit später schon wieder völlig erschöpft war.

Außerdem habe ich nicht beachtet, wie ich denn am besten regeneriere. Da ist jeder Mensch anders.

Verwandlung in Ressource 2: Finde deinen persönlichen Regenerations-Booster und nutze ihn rechtzeitig

Lange Zeit war mir einfach nicht bewusst, dass ich Natur und ganz viel Stille in und um mich brauche. Gesellschaft ist für mich eher anstrengend. Andere Menschen laden ihren Akku eher in Gesellschaft und bei kulturellen Veranstaltungen auf. Ehrlich mit mir selbst sein, war und ist da echt hilfreich. Dazu habe ich auch einen Gastartikel bei Rosina Geltinger geschrieben: https://rosinageltinger.de/depressiver-november/

Den persönliche Akku aufladen, solange noch Saft drauf ist, führt zu einem Leben in Balance. Es ist wie mit dem Atmen: Ich atme nach jedem einatmen auch wieder aus. Kein Mensch käme auf die Idee 10x einzuatmen und dann nur 1x auszuatmen. Na ja, außer vielleicht Asthmatiker. Aber da kann man ja schon wunderbar sehen, dass das nicht funktioniert.

Fehler Nummer 3: Maximaler Widerstand

Ich war oft unzufrieden mit mir und meinem Leben, habe ich irgendwie ungerecht behandelt gefühlt. Hat mir nicht geholfen. Wenn Du so richtig viel Energie verschwenden willst, dann rebelliere innerlich und äußerlich mit Gott und der Welt.

Verwandlung in Ressource 3: Im Frieden sein

Ich beziehe diesen Punkt vor allem auf Umstände, die nicht zu ändern sind. Reinhold Niebuhr sagte: „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Gelassenheit mit dem, was nicht zu ändern ist, führt mich in meinen inneren Frieden. Und mit Gelassenheit meine ich nicht Resignation! Bei Rosina findest Du übrigens ganz viele hilfreiche Tipps zum Thema innerer Frieden auf ihrem Blog. Schau hier: https://rosinageltinger.de/blog/

Fehler Nummer 4: Sei selbst unwirksam

Puh, ich habe gerungen, ob ich das hier als Fehler nennen kann. Ich habe mich selbst in meinem Leben lange Zeit nicht selbst wirksam erlebt. Ich konnte machen, was ich wollte, es hat alles nichts genutzt: Ich habe mir Kinder gewünscht, aber auf ein gemeinsames Ja gewartet, das nicht kam. Ich habe mich beruflich nicht so einbringen können, wie ich mir das gewünscht habe. Und ich bin geblieben, weil ich zu lange nicht den Mut hatte, mein Leben zu verändern. Das hat sich angefühlt, wie gleichzeitig auf der Bremse und auf dem Gas zu stehen.

Verwandlung Ressource 4: Schaffe Lebensbereiche, in denen Du etwas bewirken sein kannst

Entweder habe ich die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, oder den Mut, Dinge zu verändern, die ich ändern kann. Oder ich verlasse eine Situation und ändere damit meine Situation. Manchmal ist es nicht so einfach möglich, oder braucht sehr viel Mut die Beziehung oder den Job zu verlassen. Unser Gehirn hat aber einfach Bock auf Erfolgserlebnisse. Wenn ich diese Erfolgserlebnisse in wichtigen Bereichen meines Lebens nicht bekomme, habe ich auch die Möglichkeit das in anderen Bereichen auszugleichen.

Mit einem erfüllenden Hobby zum Beispiel, bei dem ich meiner Freude folge. Siehe auch Nummer 1.

Fehler Nummer 5: Missachte Deine Werte

Wenn ich auf die Wendepunkte in meinem Leben schaue, bin ich unter anderem oft den Werten Sicherheit und Verbundenheit gefolgt. Freiheit war aber auch schon immer ein hoher Wert. Ich habe so einen inneren Punker in mir, der sofort zu rebellieren anfängt, wenn es darum geht, dass ich etwas MUSS. Da kriegt dieser innere Punker einen Föhn! Leider habe ich lange diesen Wert und diesen Punker missachtet. Bis er mir aufs Dach gestiegen ist.

Verwandlung in Ressource 5: Erkenne und anerkenne Deine Werte

Für mich war ganz wichtig überhaupt zu erkennen, welche Werte ich denn überhaupt habe. Und damit meine ich nicht, welche Werte ich glaubte zu haben. Denn das kann ganz schön auseinander gehen. Unsere Werte beeinflussen uns egal, ob wir sie kennen oder nicht. Nur die unbewussten machen uns viel mehr zu schaffen. Erst als ich meine Werte wirklich erkannte, konnte ich anfangen ihnen in meinem Leben Raum zu geben. Ehrlichkeit und Bewusstsein sind für mich zum Beispiel noch weitere wichtige Werte.

Fehler Nummer 6: Lebe sinnlos

Zu dem, was ich früher beruflich gemacht habe, hat mir ganz oft der Sinn gefehlt. Aber was hat mir da tatsächlich gefehlt? Sinn ist schließlich auch höchst individuell. Was für mich Sinn macht, mag ein anderer völlig sinnlos finden. Ich finde Konsum und ein Luxus-Leben zum Beispiel total sinnlos. Viel Geld zu verdienen, mit dem ich mir viele Sachen kaufen kann, für die ich dann viele Schränke brauche, die ich dann in eine immer größere Wohnung stellen kann, um dafür noch mehr Geld verdienen zu müssen.

Verwandlung in Ressource 6: Finde und folge deinem Sinn

Schon als Kind habe ich davon geträumt, dass die Welt liebe- und friedvoll ist, und dass ich diese Welt ein bisschen mehr dazu gemacht habe. Wenn ich mir vorgestellt habe, was ich machen würde, wenn ich super viel Geld hätte, dann wollte ich ein Zuhause schaffen für einsame Menschen. Das Haus für einsame Seelen.

An die Kindheitsträume erinnern kann da sehr hilfreich sein.

Fehler Nummer 7: Mache, was Dir besonders schwer fällt

Als ich in meinem BWL-Studium die höchst verabscheute Steuer-Klausur erfolgreich gemeistert hatte, dachte ich begeistert: Wow – ich kann alles lernen und machen! Ja, kann ich. Aber nicht alles, was ich machen kann, geht mir auch leicht von der Hand. Von Jahr zu Jahr ist mir meine Arbeit immer schwerer gefallen. Es macht einfach keinen Sinn, hauptsächlich Dinge zu tun, die nicht meinem Naturell entsprechen.

Verwandlung Ressource 7: Sei ehrlich mit Dir

Jeder Mensch hat ganz eigene Fähigkeiten und Talente mitgebracht. Macht ja auch Sinn, dass jeder was anderes besonders gut kann. Anstatt den Standardtalenten, die halt so angesagt sind, nach zu hecheln, erforsche ich mich ehrlich. Was macht mich wirklich aus und was geht mir wirklich leicht von der Hand?

Ich glaube an dieser Stelle sind wir besonders oft betriebsblind für uns selbst. Auf jeden Fall ging es mir so, dass ich bei diesem Punkt die Hilfe von außen brauchte, um mich zu erkennen und anzuerkennen. Erst als ich an einem Punkt, als ich dachte Gas geben zu wollen erkannte, dass ich vor allem meine Ruhe will, konnte ich meine wahre Super-Kraft entfalten:

Ruhe sein und Ruhe geben. Das konnte ich erst, als ich diese vermeintliche Schwäche annahm und in meine Stärke verwandelte.

Fehler Nummer 8: Fokussiere Dich auf Deine Probleme

Je schlechter es mir ging, um so mehr habe ich wahrgenommen, was ich alles verändern muss. Allerdings habe ich dabei vor allen Dingen eine Wahrnehmung dafür entwickelt, was ich nicht möchte. Je mehr Probleme ich versucht habe zu lösen, umso mehr sind aufgetaucht. Ich wusste sehr genau und immer besser, was ich nicht will. Das hat mich immer mehr frustriert.

Verwandlung Ressource 8: Was Du willst Du?

Unter Ressource 6 habe ich von meinen Kindheitsträumen gesprochen, davon wie ich mir die Welt wünsche. In meinem Leben fokussiere ich mich darauf, wo und wie ich mir das kreieren kann. Das bedeutet für mich auch, dass ich mich von Nachrichten, was alles Schreckliches in der Welt geschieht distanziere. Ich umgebe mich auch weniger mit Menschen, die mir nicht guttun. Das hilft mir, den Fokus auf das zu halten, was ich in meinem Leben haben will.

Die Wende

Nachdem ich mich 8 Jahre immer wieder im Kreis dieser Fehler bewegt hatte, stand ich vor meinem Leben, das ein Scherbenhaufen war: Ich war völlig erschöpft, meine Beziehung war am Ende. Kinder hatte ich mit fast 40 immer noch keine und einen Partner hatte ich auch nicht mehr. Ich steckte in einem Job, der vermeintlich sicher war, gegen den sich mein Körper aber mit allen möglichen Symptomen gewehrt hat, so dass ich ihn nicht mehr ausüben konnte. Ich spürte keine Gefühle mehr im Körper, ich fühlte mich leer und taub – mehr tot als lebendig.

Da bekam ich ein Buch in die Hand, das meine Wende einläutete. Es war „Mary – die unbändige göttliche Lebenslust“. Darüber erzähle ich mehr in dem Artikel „Was mein Körper mir sagen will“. http://reginakienetz.de/was-will-der-koerper-sagen/

Meine erste wichtige Entscheidung war, meine Gefühle wieder im Körper fühlen zu wollen. Vor allem die positiven. Ab da begann eine spannende Forschungsreise, bei der ich aus meinen Fehlern lernte und sie in meine Ressourcen verwandelte.

Was hat es gebracht?

Ich lebe in einer liebevollen, wertschätzenden Partnerschaft, was ich mir so viele Jahre vergeblich gewünscht hatte. Mein Leben ist bunt und lebendig geworden. Ich höre den Klang meines Lebens wieder, so wie er ursprünglich gemeint war. Meine Welt ist zu einem liebevollen Ort geworden. An diesen Ort lade ich Menschen ein, sich an ihren eigenen Rhythmus und ihren eigenen Klang des Lebens zu erinnern. Glück ist etwas, das ich mittlerweile sehr oft spüre und gerne teile.

8 Fehler und 8 Verwandlungen auf einen Blick:

  • Fehler Nummer 1: Sei vernünftig
    Verwandlung: Folge Deiner Freude!
  • Fehler Nummer 2: Lade Deinen Akku möglichst unregelmäßig und unsachgemäß au
    Verwandlung: Finde deinen persönlichen Regenerations-Booster und nutze ihn rechtzeitig
  • Fehler Nummer 3: Maximaler Widerstand
    Verwandlung: Im Frieden sein
  • Fehler Nummer 4: Sei selbst unwirksam
    Verwandlung: Schaffe Lebensbereiche, in denen Du etwas bewirken kannst
  • Fehler Nummer 5: Missachte Deine Werte
    Verwandlung: Erkenne und anerkenne Deine Werte
  • Fehler Nummer 6: Lebe sinnlos
    Verwandlung: Finde und folge deinem Sinn
  • Fehler Nummer 7: Mache, was Dir besonders schwer fällt
    Verwandlung: Sei ehrlich mit Dir
  • Fehler Nummer 8: Fokussiere Dich auf Deine Probleme
    Verwandlung: Was Du willst Du?

Es gelingt mir natürlich auch nicht immer und zu jeder Zeit in keinen dieser Fehler zu tappen. Dann bin ich geduldig mit mir und erinnere ich mich eine alte Werbung für ein alkoholfreies Bier. Ich sage mir: „Es gelingt nicht immer, aber immer öfter.“

Dieser Artikel ist übrigens auch bei https://the-coach.net/ erschienen. Dort findest Du viele weitere Inspirationen zu diesem und anderen interessanten Themen.

Klangvolle Herzensgrüße
von Deiner Regina

Einladung zum Klang

Zentrum der Stille und des Klangs
Regina Aruna Kienetz    

Ich erinnere Menschen an den Klang ihres eigenen Lebens. So wie ihr ureigener Klang ursprünglich gemeint war.    

Wenn Du Dich nach Deinem ureigenen Klang sehnst, melde Dich gerne für ein kostenloses Orientierungsgespräch bei per Mail bei mir: rkienetz@gmx.de

Leichtigkeit soll der Klang meines Lebens sein??

Leichtigkeit

Häh??? Leichtigkeit??? Leichtigkeit soll der Klang meines Lebens sein??

Ein lauter innerer Zweifel stellt das schreiend Frage.

Ich liege in einer Klangmeditation. Die sanften Klänge der Klangschalen tragen mich, mein Geist wird ganz ruhig und mein Körper entspannt sich. Die Klänge und die Stimme von Emily laden mich ein, mich mit dem Klang meines Lebens zu verbinden.

Da ist erst mal nichts. Weder ein Gefühl, noch ein innerer Klang, noch ein Bild.

Der Klang im Außen trägt mich wie die Wellen des Meeres und schaukelt mich auf meinem Atem immer weiter in meine Mitte.

Plötzlich wie auf dem Nichts ist es in meinem Kopf. Klar, laut und deutlich. Das Wort: Leichtigkeit.

Mein Verstand ist überrumpelt

Aber Leichtigkeit, kann das sein? Den Klang meines Lebens habe ich bisher eher etwas schwer und melancholisch erlebt. Und mein Verstand sucht nach anderen Worten. Da taucht Heiterkeit auf. Dann so was wie die leichte Heiterkeit. Und wieder lande ich bei der Leichtigkeit.

Mein Verstand kann das nicht fassen. Der Klang scheint meinen Verstand zu unterspülen. Die Worte kommen auf jeden Fall nicht von ihm.

Tief in mir beginnt sich eine Ahnung zu regen, dass der ursprüngliche Klang meines Lebens Leichtigkeit sein könnte. Leichtigkeit, die von Trauer, Schmerz, Wut und unerfüllter Sehnsucht überlagert wurde. Diese Erkenntnis berührt mich zutiefst.

Ausgerechnet in Schweringen beim Urvertrauen im Klang finde ich meine Leichtigkeit wieder. Erfinde ich mich neu, so wie ich ursprünglich gemeint war.

Die Drei finden sich

Ich schaukele weiter auf den Klangwellen und die Erinnerung steigt in mir auf, dass ich in meiner Aufstellung mit Klang am Tag zuvor, auch eine Leichtigkeit aufgestellt habe:

Gestern sitze ich zwischen den Klangschalen. Eine große, wohlig tief klingende Beckenschale steht für mich selbst. Sie klingt besonders warm, und steht neben der Klangschale meiner Erschöpfung. Die Klangschalen klingen im Dialog miteinander und fasziniert lausche ich, wie die Schale, die für mich selbst steht, besonders kraftvoll und laut klingt, als zu der Erschöpfungs-Klangschale die Leichtigkeits-Schale auf der anderen Seite hinzukommt.

Im Klang Dialog

Es hört sich an, als würde diese kleine helle Herz-Schale meiner Ich-Schale wie Wind unter die Flügel geben. Die Ich-Schale wird immer lauter, voller und klarer. Jetzt klingt auch die Erschöpfungs-Schale auf der anderen Seite ganz harmonisch mit. Die drei Schalen scheinen fast als würden sie zusammengehören. Sollte das etwa mein Drei-Klang sein?

Wenn ich mir erlaube, mich auszuruhen. Wenn ich erlaube, meiner Erschöpfung Raum zu geben, dann kann die Leichtigkeit aus dieser Ruhe heraus mitklingen. Und mir selbst Klarheit und Kraft geben.

Meinem ungläubigen Verstand dämmert immer mehr, dass sich diese Leichtigkeit in meinem Leben bereits Raum einnimmt.

Meine Kleine kommt zu mir zurück

Ich liege immer noch auf meiner Matte und lausche den Klängen, meinem Lebensklang auf der Spur, so wie er ursprünglich gemeint war. Da nimmt vor meinem geistigen Auge ein kleines Mädchen Form an.

So ungefähr drei Jahre, springt sie singend und tanzend über eine blühende Wiese. Ich sehe so viel Leichtigkeit und unbändige Freude. In dieser Freude drückt sich so viel Kraft aus.

Das kleine Mädchen ist frei und frech und fröhlich. Ich bin.

Frei.
Frech.
Fröhlich.

Ganz zu Beginn dieser Zeit „Urvertrauen im Klang“, hat sich dieses Gefühl der Freiheit bereits gezeigt. Das Gefühl von bedingungsloser Freiheit und Unschuld zeigte sich, als ich mich während der Klangmeditation mit der Energie von Urvertrauen verbunden habe.

Ein Kreis schließt sich.
Frei. Sein.

So ist Sein – mein eigens Mensch Sein – gemeint.
Darf es etwas leichter Sein?

Verstärkung naht

Und jetzt 3 Monate später kommt Balu der Bär in einer Ahnenheilung zu mir. Kennst Du den? Balu aus dem Dschungelbuch kommt, um heitere Gelassenheit in mein Leben zu bringen. „Probier‘s mal mit Gemütlichkeit, denn mit Gemütlichkeit kommt auch das Glück zu Dir“ singt er.

Mir fällt sofort ein, dass ich vor 9 Jahren einen kleinen Bären auf dem Weihnachtsmarkt gekauft habe.

Das ist meine Lissy und sie steht für meine kleine Regina. Mit Zweitnamen heiße ich übrigens Elisabeth – und Lissy ist meine liebste Kurzform dafür. Diese kleine Bärin Lissy sieht aus wie die Schwester von Balu dem Bären.

Lustigerweise habe ich damals in meinem Singkreis in Ingelheim zu Beginn immer dieses Lied aus dem Dschungelbuch gesungen.

Noch ein Kreis schließt sich. Es wird immer runder. Schwer gemacht habe ich es mir lange genug.

Es darf Leicht Sein.
Es ist leicht.

Klangvolle Herzensgrüße
von Deiner Regina  

Einladung zum Klang

Zentrum der Stille und des Klangs
Regina Aruna Kienetz    

Ich erinnere Menschen an den Klang ihres eigenen Lebens. So wie ihr ureigener Klang ursprünglich gemeint war.    

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Wie kann meine Welt ohne Geld sein?

Guten Morgen!

Verschlafen reibe ich mir die Augen, als der Wecker klingelt. Heute wird Bhavaan wirklich zum letzten Mal vom Wecker für die Frühschicht geweckt, um als Zahnarzt die bestmögliche Lösung für die Zahnprobleme seiner Patienten zu finden. Eigentlich wäre er schon seit einem Jahr in Rente.

Doch als endlich die wirtschaftlichen Zwänge im Gesundheitssystem ad acta gelegt werden konnten, hatte er beschlossen, noch etwas länger als Zahnarzt zu wirken.

So machte ihm die Arbeit wieder richtig Spaß. Aber jetzt wurde es Zeit, seiner großen Leidenschaft, dem künstlerischen Schaffen, mehr Raum zu geben.

Herausfordernde Überraschung

Zwei Jahre ist die Regierungsankündigung mittlerweile her, dass es in einem Jahr kein Geld mehr geben wird. Ein Jahr leben wir jetzt schon damit.

Als klar war, dass es kein Geld mehr geben würde,
als klar war, dass wir uns nicht mehr mit Konsum für unser hart verdientes Geld belohnen müssen,
als klar war, dass Ressourcen frei fließen werden, da war es Zeit, uns vorzubereiten.

Dieses Jahr von der Ankündigung bis zur Realisierung verging wirklich rasend schnell.

Deshalb gaben wir echt Gas, uns in ein inneres Gefühl der Fülle zu bringen. Wir übten uns täglich in Dankbarkeit und Wertschätzung.

Wir begannen bewusst zu verschenken und Geschenke zu empfangen. Das war am Anfang gar nicht so einfach, wie es klingt. Besonders das Geschenke annehmen. Doch es floss von Tag zu Tag leichter hin und her.

Das Wunder der Freiheit

Vor einem Jahr war es dann endlich soweit. Geld wurde Geschichte der Vergangenheit. Frei fließende Ressourcen wurde zu unserer täglichen Story.

Ich kann zwar wirklich nicht sagen, dass alle, die ich kenne, es geschafft haben, sich mit dieser Freiheit sicher zu fühlen. Ich weiß nur, dass es immer mehr werden.

Meine Nachbarin Astrid, die vorher beim Finanzamt gearbeitet hat, kommt jetzt zweimal in der Woche mit mir in den Kindergarten. Dort singen und tanzen wir mit den Kleinen und haben einen riesen Spaß miteinander.

Meine sanften Klang-bewegt-Kurse und das SingMit mache ich immer noch mit großer Freude. Der Singkreis ist riesig geworden und die Klang-bewegt-Kurse haben lange Wartelisten bekommen. Der Raum bietet ja nur begrenzte Kapazität.

Genuss und Heilung

Vermutlich ist die Nachfrage so stark gestiegen, weil die Menschen nicht mehr so gestresst sind und jetzt mehr Zeit haben, anstatt so viel zu arbeiten. Jetzt haben sie mehr Zeit zum umeinander sein und genießen.

Genuss ist der Klang nicht nur für mich, sondern auch für die Empfänger. Klang unterstützt uns wirklich ganz fantastisch dabei, alte Muster zu transformieren. In der Entspannung, die mit dem Klang der Klangschalen einhergeht, geschieht Heilung ganz leicht.

Alte Erfahrungen sind in unserem Körper gespeichert. Dr. Masaru Emoto hat ganz wunderbar sichtbar gemacht, wie Information die Struktur von Wasser verändert. So sind unsere Strukturen im Körper mit den alten Erfahrungen bzw Informationen belegt. „Der Geist ist willig doch das Fleisch ist schwach.“

Das heißt: ich kann mental sehr schnell etwas erkennen, doch im Fleisch, im Körper ist noch das ganze Alte Erleben abgespeichert. Die Klang-Struktur der Klangschalen spiegelt die Resonanz der kosmischen, der göttlichen Ordnung. So können die Klangschalen den Körper unterstützen neue mentale Erkenntnisse zu integrieren.

Hier auf dem Foto ist sehr schön zu sehen, dass die angeschlägelte Klangschale im Wasser nicht einfach Kreise zieht, sondern wunderschöne geometrische Formen in Wasser zeichnet.

Für die Klangreisen, die wir in der Gruppe erleben, gibt es seit kurzem einen genialen Raum mit Holzfußboden und Hammer Akustik. Ich hätte nicht gedacht, dass die Klangreisen ohne elektronischen Verstärker mit so großen Gruppen möglich sein könnten.

Aber es ist möglich!

Jeder so, wie es gefällt

Einige Nachbarn haben begonnen zwischen ihren Blumen wieder Gemüse anzubauen. Daraus hat sich ein reger Gemüse Austausch entwickelt. Da wir alle sowieso mehr Gemüse haben, als wir selber essen können, teilen wir es natürlich auch mit denen, die kein Gemüse angebaut haben.

Die Junge Friseurin aus unserem Viertel schneidet nur noch ab und zu Haare. Und dann auch nicht mehr im Salon, sondern bei unserem kleinen geselligen come together. Da bringt jeder was zu Essen mit, manchmal singen wir zusammen und wir tauschen uns mit dem, was so gebraucht wird, aus. Dafür geht sie jetzt einmal in der Woche ins Pflegeheim, um dort mit den Omas und Opas zu basteln und in der Küche zu helfen. Sie hatte selbst keine Großeltern und holt das jetzt quasi nach.

Besonders happy bin ich, dass ich das Haus nicht putzen muss. Eine gute Seele aus dem Singkreis wirbelt einmal in der Woche wie der Blitz durch. Ich staune immer, wie sie in der kurzen Zeit das ganze Haus blitzeblank auf Vordermann bringt.

Alles in allem, bringt sich einfach jeder mit dem ein, was er gut kann und ihm leicht fällt. Gott sei Dank haben wir ja immer noch verschiedene Stärken und Schwächen. Damit unterstützen wir uns gegenseitig.

Was wirklich wichtig ist

Weil diese ganzen Jobs in den Finanzbereichen weggefallen sind, sind unglaublich viele Ressourcen frei geworden für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens. Mein Steuerberater betätigt sich jetzt mit großer Freude für 4 Tage in der Woche beim örtlichen Landwirt. Sein größter Spaß ist die Heuernte im Sommer. Wenn er Glück hat, darf er sogar Traktor fahren. Das war schon sein Kindheitstraum!

In den Handwerksbetrieben gibt es endlich wieder Mitarbeiter. Zuhause rumsitzen und sich nicht einbringen, dazu hat fast niemand Lust. Die meisten haben nach den ersten sechs Wochen Pause, die sie auch sehr genossen haben, gesucht und gefunden, was sie schon immer gerne tun wollten.

Ich bin wirklich sehr gespannt, wo diese Reise noch hingeht, wenn ich sehe, wo wir jetzt nach einem Jahr bereits angekommen sind.

Hätte ich mir kaum zu träumen gewagt!

Träume ich?

Wenn Du diesen Text jetzt gelesen hast, fragst Du Dich vielleicht, ob ich aus der Zukunft schreibe, träume oder in welchem Land ich wohl lebe? Vielleicht ist die Antwort: Ja, nein, sowohl, als auch.

„You, you may say I’m a dreamer – But I’m not the only one
I hope someday you will join us – And the world will be as one“
John Lennon

„Du sagst vielleicht, ich sei ein Träumer – Aber ich bin nicht der einzige.
Ich hoffe, dass du dich uns eines Tages anschließen wirst – Und die Welt wird eins sein“

Ich habe bereits begonnen, einen kleinen Teil dieser Vision zu leben: Mein SingMit ist bereits ein Geschenk an die Welt. Klamotten finden immer wieder bei geselligen „Stoffwechsel-Events“ einen neuen Besitzer und das Obst aus dem Garten teilen wir schon lange mit Freunden, Familie und Nachbarn.

Kannst Du Dir vorstellen, wie eine Welt ohne Geld aussehen könnte? Wenn Du Dir das vorstellen kannst, wie könnte so ein konkreter Tag aussehen? Vielleicht hast Du Lust auch eine Geschichte von einer Welt ohne Geld zu schreiben?

Viel Spaß!

Einladung zum Klang

Klangvolle Herzensgrüße
von Deiner Regina

Zentrum der Stille und des Klangs
Regina Aruna Kienetz

Ich erinnere Menschen an den Klang ihres eigenen Lebens. So wie ihr ureigener Klang ursprünglich gemeint war. Wenn Du Dich nach Deinem ureigenen Klang sehnst, melde Dich gerne für ein kostenloses Orientierungsgespräch bei per Mail bei mir: rkienetz@gmx.de

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Dieser Beitrag ist übrigens auch auf https://the-coach.net/ erschienen. Dort findest Du weitere interessante Artikel zu diesem und anderen Themen.

Schau doch mal rein!

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PS: Der wunderschöne Text dieser Welt von John Lennon in Deutscher Übersetzung:

„Stell dir vor, es gäbe keinen Himmel
Es ist ganz einfach, wenn du es versuchst
Keine Hölle unter uns
Über uns nur Weite

Stelle dir all diese Leute vor, die im Jetzt leben

Stelle dir vor, es gäbe keine Länder
Es ist nicht schwer, dies zu tun
Niemanden zu töten oder für etwas zu sterben
Und auch keine Religionen

Stelle dir all die Menschen in Frieden lebend vor

Du sagst vielleicht, ich sei ein Träumer
Aber ich bin nicht der einzige
Ich hoffe, dass du dich uns eines Tages anschließen wirst

Und die Welt wird eins sein

Stelle dir vor es gäbe keine Besitztümer
Ich frage mich, ob du das kannst
Keine Notwendigkeit für Habgier oder Hunger
Verbundenheit zwischen den Menschen

Stelle dir all die Menschen vor, die die Welt miteinander teilen

Du sagst vielleicht, ich sei ein Träumer
Aber ich bin nicht der einzige
Ich hoffe, dass du dich uns eines Tages anschließen wirst

Und die Welt wird eins sein

Was hat Schönheit mit Liebe zu tun?

„Schön ist alles, was man mit Liebe betrachtet“

In den letzten Monaten hat sich mein Verständnis für dieses Zitat grundlegend verändert.

Bin ich schön?

Drei erstaunte Augenpaare blicken auf mich: Christina fragt mich „Kann es denn sein, dass Peter deine Schönheit sieht, einfach weil du schön bist?“

Mein eigenes erstauntes Augenpaar blickt zurück in die Runde… Sie fragt mich weiter „Kannst du deine Schönheit sehen?“

In mein erstauntes Augenpaar steigen Tränen.

Weil er mich liebt, findet er mich schön?

Ich mochte dieses Zitat von Christian Morgenstern „Schön ist alles, was man mit Liebe betrachtet“ schon immer sehr gerne. An Hochzeiten habe ich es oft dem Brautpaar ins Gästebuch geschrieben, mit den Wünschen, sie mögen sich immer daran erinnern, den anderen mit Liebe zu betrachten.

Mittlerweile bin ich in einer unglaublich liebevollen und wertschätzenden Beziehung. Wie viele Jahre hatte ich mir das gewünscht? Gefühlt mein ganzes Leben! Dieser Mann, der nun seit ein paar Jahren an meiner Seite steht, versteht es auf ganz besondere Art und Weise, meine Schönheit durch seine Fotografien sichtbar zu machen.

Sehr lange dachte ich, weil er mich mit Liebe betrachtet, empfindet er mich als schön. Bis ich mit drei wunderbaren Frauen im Kreis saß und genau das sage. „Weil er mich mit Liebe betrachtet, findet er mich schön.“

***

Drei weise Augenpaare ruhen auf mir.

Ich lasse meinen Tränen freien Lauf. Mit Ihnen fließt so viel Schmerz über die Erfahrungen des nicht Wahrgenommenwerdens und das nicht Annehmens, so wie ich bin.

Unglaublich wie blind ich war!

Vor meinem geistigen Auge erscheint eine Situation, in der ich selbst die Schönheit um mich herum nicht wahrnehmen konnte, weil ich voller Angst war:

Als ich Peter kennenlernte, hatte ich mir eine wirklich sehr verpflichtungsarme Wohnsituation eingerichtet. Eine kleine Wohnung, in der ich mit einer Mitbewohnerin wohnte. Wir hatten eine kleine Terrasse. Der kleine Garten um die kleine Terrasse wurde vom Vermieter gepflegt. War echt easy.

Hier bei Peter sah ich einen großen Garten, der ganz schön viel Arbeit macht und ein großes Haus, das sich auch nicht von alleine pflegt und aufräumt.

In diesem wunderschönen Garten gibt es eine Pfingstrosenart, die unglaublich schöne riesige, leuchtende Blüten entfaltet. Beim zweiten Frühling in diesem Haus stand ich jeden Morgen am Schlafzimmerfenster und sah hinunter auf diese Pfingstrosen. Ich war völlig außer mir. „Boah sind die schön!!“ rief ich so ziemlich jeden Morgen. Und jeden Morgen fragte ich mich: „Das gibt es doch gar nicht, dass ich diese wunderschönen Blumen im letzten Jahr nicht wahrgenommen habe!“

Blind vor Stress und Angst

Ja, aber in dem Jahr davor, sah ich in diesem Garten vor allen Dingen viel Arbeit. Ich sah das ganze Unkraut, das gejätet werden will und das Obst, das geerntet und verarbeitet werden soll. Ich sah die Hecken, die geschnitten werden wollen und überhaupt….

DAS hat mich gestresst. Und dieser Stress und die Angst haben mich blind gemacht für die Schönheit, die mich umgab und immer noch umgibt. Für all die wunderschönen Ausdrucksformen der Liebe in der Natur.

Mittlerweile habe ich keinen Stress und keine Angst mehr. Ich weiß, dass die Verpflichtungen mich hier nicht überfluten und unter ihren Wellen begraben. Ich habe Vertrauen in den Ort gewonnen.

Mittlerweile staune ich immer und immer wieder über all die Wunder und die Schönheit, die Liebe hier um mich.

Schwingung und Wahrnehmung

Ich habe mal gehört, dass Menschen nur wahrnehmen können, was genauso hoch schwingt wie sie selbst oder niedriger. Alles was niedriger schwingt als sie selbst, liegt außerhalb ihrer Wahrnehmung. Ich weiß jetzt nicht, ob du was mit Schwingungen anfangen kannst. Für mich hat es vor allem damit zu tun, was mich eher hochzieht oder eher runterzieht, was sich eher leicht oder eher schwer anfühlt, was sich eher weit oder eng anfühlt.

Es gibt definitiv Situationen, Menschen und Orte, die mich eher hochziehen, wo es mir einfach gut geht. Vermutlich kennst Du das auch.

Liebe erzeugt mehr Liebe

Wenn ich hoch schwinge, wenn es sich für mich also leicht und weit anfühlt oder eher hochzieht, dann bin ich entspannt. Dann kann ich Schönheit wahrnehmen. Liebe ist für mich eine sehr hohe Schwingung. Wenn ich selbst in der Liebe bin und meine Umgebung mit Liebe betrachte, dann kann ich die Schönheit mit offenen Augen sehen und auf mich wirken lassen. Das ist dann sowas wie eine Positivspirale!

„Schön ist alles, was man mit Liebe betrachtet.“

***

Mit den Tränen im Kreis der Frauen fliesst auch eine gefühlte Tonne an Selbstverbesserungsbestrebungen von mir ab.

Ganz schön entspannt

Ich halte inne.
Ich entspanne mich.
Liebevoll und voller Mitgefühl sehe ich mich selbst.
Ich sehe mich so schön, wie ich bin.
So wie ich die Schönheit um mich herum schon länger sehen kann.
Schönheit ist. Die Frage ist nur, ob ich sie sehen kann.

***

Klangvolle Herzensgrüße
von Deiner Regina

Einladung zum Klang

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Zentrum der Stille und des Klangs
Regina Aruna Kienetz
Ich erinnere Menschen an den Klang ihres eigenen Lebens. So wie ihr ureigener Klang ursprünglich gemeint war.
Wenn Du Dich nach Deinem ureigenen Klang sehnst, melde Dich gerne für ein kostenloses Orientierungsgespräch bei per Mail bei mir: rkienetz@gmx.de
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Was will mein Körper mir sagen?

”Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins sichtbare”

Dieses Zitat von Christian Morgenstern hat mich sehr berührt. Denn viele Jahre hat mein Körper mir signalisiert, dass ich in meinem Leben nicht mehr auf dem richtigen Weg war.

Immer wieder Tango

Ich wollte, dass er funktioniert. Über Jahre bin ich in jedem Urlaub krank geworden, weil ich mir sonst die Ruhe nicht gönnen wollte, nach der mein Körper verlangt. Ich habe Symptome weggedrückt. Immer und immer wieder. Ich weiß gar nicht, wie viel Geld ich damals ausgegeben habe für Massagen und ähnliche Erholung. Doch alles fühlte sich an, wie ein Tropfen auf den heißen Stein.

Der Körper übersetzte meine Seele: Komm zur Ruhe!

Bei allem was ich tat, kam ich nie wirklich zur Ruhe. Die Gedanken tanzten nach wie vor Tango in meinem Kopf. Irgendwas war immer los in mir. Und im Grunde versuchte ich mit allen Maßnahmen vor allem wieder gut zu funktionieren.

Doch bei all dem Funktionieren, erfüllte ich vor allem die Bedürfnisse und Erwartungen der anderen. Was ich selbst brauche, damit es mir gut geht, das wusste ich irgendwann gar nicht mehr. Ich war nicht mehr in der Lage mich und die Signale meines Körpers wahrzunehmen. Wahr zu nehmen.

Besonders frustrierend war, dass ich bei allen Bemühungen, die Erwartungen der anderen zu erfüllen, immer das Gefühl hatte, nicht gut genug zu sein.

Schmerz lass nach!

Ich spürte mich immer weniger. Das hat na klar geholfen immer weiter zu machen, wenn ich eigentlich eine Pause – Zeit für echte Regeneration – gebraucht hätte.

An dem Punkt, an dem ich mich mehr tot als lebendig fühlte, ging mein Körper in den Streik. Da hat er Funktionieren verweigert. Also natürlich gab es noch Funktionen, sonst wäre ich ja jetzt tot. Aber ich hatte ein Hirn wie ein Sieb. Es gab fast nichts, das ich nicht vergaß. Mich plagte ein widerlicher Schwindel, so dass ich weder Auto noch Fahrrad fahren konnte. Die Informationen, die über die Augen kamen, konnte ich einfach nicht mehr so schnell verarbeiten. Selbst beim Gehen wurde mir ganz elend.

Meine Wirbel blockierten immer wieder, so dass ich mich kaum bewegen konnte vor Schmerzen. Meine Muskulatur war so hart, als wäre ich super durchtrainiert. Dabei war ich einfach nur bis zum Anschlag verspannt.

Wenn ich mich nicht rührte, spürte ich die mannigfaltigen Schmerzen, mit denen mein Körper signalisieren wollte, dass es nicht weiter gehen kann, kaum.

Ich war ein Nervenbündel, immer nah am Wasser. Von Lebensfreude immer weniger in Sicht. Meine alltäglichen Aufgaben wurden immer anstrengender, nicht weil die Aufgaben sich verändert hätten, sondern weil meine Kraft einfach unerlaubt abwesend war.

Ein Schlag in die Magengrube

Damals bekam ich ein Buch in die Hände: „Mary – die unbändige göttliche Lebenslust“. Darin eine Übung, bei der ich mich erst in eine Situation hineinversetzte, die mich runter gezogen hat.

Vor meinem geistigen Auge taucht dieser abschätzige Blick meines damaligen Partners auf: Ich komme nach dem Singkreis nach Hause. Ich bin noch voller Freude über das gemeinsame Singen und komme mit einem Lied auf den Lippen durch die Haustür. Sailing schwirrt noch als Ohrwurm in meinem Kopf – es ist unser traditionelles Abschlusslied.

Mit verrollten Augen brummt er mir zu: Gitarre spielen kannst Du ja ganz gut, aber das mit dem Singen ist echt nix. Was Du den Menschen da zumutest!

Das fühlt sich an, wie ein Schlag in den Magen, bei dem sich mein Bauch blitzschnell verkrampft.

Ich könnte heulend davon laufen, wenn er mein Singen so lächerlich macht. Singen, das ist doch mein Ausdruck von Lebensfreude!

Ruck zuck fühlte ich mich körperlich und emotional richtig mies. Mein Herz raste, mein Magen krampft und ich fühlte mich unendlich kraftlos.

Dann die Übung an etwas zu denken, was mich hochzieht. Ich dachte an meine Katze, die sich wohlig schnurrend auf meinem Schoß einrichtet und mich mit großen Augen ansieht. Ich liebe das. Doch kein angenehmes Körpergefühl will sich ausbreiten. Ich denke an den Sonnenuntergang an meinem geliebten Rhein, den ich im letzten Sommer mehrmals mit meinem Partner bei einem gemütlichen Picknick genossen habe. Wir liegen zusammen auf der Picknickdecke unter den großen Pappeln. Der Wind streichelt sanft über meine Haut und ich geniesse den abendlichen Frieden. Ich liebe diese Abende. Doch wieder kein angenehmes Körpergefühl.

Ganz im Gegenteil. In meinem Körper spüre ich nach wie vor den verkrampften Magen und meine Kraftlosigkeit.

Die Freude konnte ich irgendwie nur denken. Ich fühlte sie einfach nicht mehr in meinem Körper. Das war so frustrierend!

Und das, wo ich doch so gerne fühle!

Ich will Leben

Danach versuchte ich bei Spaziergängen Freude an dem schönen Sonnenuntergang oder ähnlichem zu fühlen, doch immer wieder konnte ich die Freude nur denken. Kein Körpergefühl.

Das war mein persönlicher Wachrüttler: Ich wollte unbedingt wieder fühlen. Die ganze Bandbreite! Ich hatte es satt, so ausgebrannt wie graue Asche durchs Leben zu laufen. Mehr tot, als lebendig.

Mein tiefes Sehnen nach echter Lebendigkeit war entfacht.

Ich will Liebe

Ich glaube rückblickend, dass meine Entscheidung ausschlaggebend war, mich spüren zu wollen.

Für den Reha Aufenthalt war mein erstes und oberstes Ziel, das ich sogar schriftlich dokumentiert hatte: Wieder alle Gefühle im Körper fühlen, anstatt sie nur zu denken.

Diese klare Entscheidung hat viele Erfahrungen und Lektionen in mein Leben gebracht, die mich dahin geführt haben: Mich heute wieder so lebendig spüren zu können.

In diesem Frühjahr 2011 habe ich die Explosion der Pflanzen und die Entwicklung der Entenkinder mit so viel Freude miterlebt, wie schon lange nicht mehr. Mein Herz hat angefangen, sich wieder weit und leicht anzufühlen. Dieses Gefühl habe ich regelrecht geübt im Körper zu fühlen. Immer und immer wieder. Es hat sich gelohnt:

Ich spürte wieder Energie und Liebe in meinem Körper.

Tanz auf dem Vulkan

Als ich dann begann, mich wieder wahrzunehmen, mit dem, was gerade ist, war das ehrlich gesagt nicht immer einfach. Wenn ich zum Beispiel Wut in mir spürte, dann wusste ich manchmal nicht, wie ich auf diesem Vulkan tanzen kann.

Da war soviel aufgestaute Wut, die ich nie wirklich geäußert hatte. Wenn ich heulend hätte davonlaufen können, wenn „er“ sich über meinen Gesang lustig gemacht hatte, dann habe ich da auch Wut runtergeschluckt. Über all die Jahre so viel Wut, die wartete wieder befreit zu werden.

Das erforderte immer wieder Mut zur Ehrlichkeit mir selbst gegenüber und auch anderen gegenüber. Wenn ich hier ehrlich zu Dir sein will, dann muss ich Dir auch sagen, dass am Anfang, als ich Wut rausgelassen habe, auch Porzellan gekaputt gegangen ist. Mit der Zeit bin ich immer besser geworden erstmal zu atmen, bevor ich reagiere. Zu spüren, was ich jetzt wirklich brauche.

Wenn ich ehrlich bin, dann kann ich nämlich ganz oft die Erwartungen von anderen nicht erfüllen. Zumindest nicht, wenn ich meine Bedürfnisse im Fokus habe. Auch das war nicht immer einfach. Schließlich hatte ich mein Leben lang geübt, die Bedürfnisse der anderen zu erspüren und zu befriedigen.

Atmen statt Action

Als Erste-HilfeMaßnahme, wenn mich eine Situation droht zu überrollen, hilft es mir, innezuhalten. Anstatt sofort in die Reaktion zu gehen, erst mal spüren. Der Körper ist rasend schnell. Da braucht mein Kopf etwas Zeit, um hinterher zu kommen.

Und Geduld: Es gelingt mir nicht immer, aber immer öfter und immer schneller, mich wahrzunehmen. Am Anfang gelang mir das oft erst im Nachhinein.

Atmen steht für mich auch dafür, Pausen zu machen. Aufzuatmen. Das hatte ich über viele Jahre immer wieder übergangen. Um eine Pause zu machen, musste ich erstmal krank werden oder einen Unfall haben.

Mittlerweile habe ich den Mut entwickelt mich auszuruhen, auch wenn ich mir das nicht „verdient“ habe. Wenn mein Körper signalisiert, dass er Ruhe braucht, dann bekommt er die. Egal, was ich alles schon geschafft habe oder eben auch nicht.

Ich bin gerne Egoist

Vor drei Jahren unterhielt ich mich darüber mit einem griechischen Freund, der zu mir sagte: „Ich glaube Du bist der egoistischste Mensch, den ich je kennengelernt habe.“ Da habe ich erst mal geschluckt und gefragt, wie er das denn jetzt meint. Als Egozocker will ich ja auch nicht gelten!

Es stellte sich heraus, dass er fand ich sei außergewöhnlich selbstfürsorglich. Mir erlaube, auch nein zu sagen.

Ok, da habe ich mich wieder beruhigt, als ich das hörte. Selbstfürsorglich zu sein, finde ich nämlich noch heute ein schönes Kompliment!

Wenn ich in der Lage bin, gut für mich selbst zu sorgen, dann kann ich auch gut für andere etwas geben. Aber nur dann! Vorher hatte ich vor allem auf dem Schirm für andere da zu sein. Heute bin ich vor allem für mich da, und dann auch mit ganzer Freude für andere. Wenn ich mit vollem Akku geben  kann, erlebe ich große Freude und tiefes Glück. Interessanter weise kann ich mit mehr Egoismus viel mehr geben.

Heute bin ich glücklich, ein Egoist zu sein und mich lebendiger denn je zu fühlen.

Selbst verantwortlich

Mittlerweile lebe ich in einer Partnerschaft, in der ich mich wirklich wahr nehmen und ehrlich  zeigen kann. Wenn ich heute so ein komisches Gefühl im Bauch habe, dann teile ich das mit. Ich spüre in mich, was mich unangenehm berührt hat, welche Geschichten ich mir dazu erzähle und was ich mir wünsche.

Seit ich mir Pausen erlaube und das, was sich unangenehm in mir anfühlt nicht mehr einfach runterschlucke, sondern mitteile, ist mein Körper viel entspannter. Mir blockieren keine Wirbel mehr, ich bin nicht mehr so vergesslich und kann auch wieder Rad und Auto fahren.

Mich mir selbst zu zeigen und meinem Partner, erfordert auch heute oft noch Mut von mir. Die Verantwortung, wie es mir geht, voll und ganz selbst zu übernehmen, ist nicht immer einfach.

Ich kann sagen: Das lohnt sich! So was von!

”Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins sichtbare” sagte Christian Morgenstern.

Mein Körper übersetzt meine Seele: Du bist wieder auf dem richtigen Weg!

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Deine Regina Aruna

Klang Einladung

Einladung zum Klang

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Die NotWendigkeit vom Burnout in die Lebendigkeit zu kommen

Ausgetrocknet – ausgebrannt

Ich stehe im Flussbett meines geliebten Rheins

Depressiv am Ufer

Alle Sandbänke und Steinklippen liegen ausgetrocknet in der Sonne. Wasser fließt nur noch durch die Fahrrinne. Mittlerweile sogar so wenig, dass keine beladenen Frachtschiffe mehr fahren können.

Ausgebrannt vor lauter Funktionieren

Ungefähr so fühlte sich mein Leben an, als ich Ende 2010 aus dem Hamsterrad herausgefallen bin.
Ausgetrocknet bzw. ausgebrannt – neudeutsch Burnout…

Ich hatte nur noch so wenig Energie, dass es gerade für das Nötigste reichte. Das war Arbeiten, Essen und Schlafen. Nach dem Essen bestenfalls noch etwas berieseln lassen.

Ich hatte mir so viel Mühe gegeben

Ich habe versucht normal zu sein und dazu zu gehören:

Nach dem Abi war ich nicht meinem Herzen gefolgt. Ich habe mit Leidenschaft ehrenamtlich Kinder- und Jugendarbeit gemacht. Habe Zeltlagerfreizeiten organisiert und stundenlang Gitarre gespielt und gesungen. Das war herrlich. Nicht schön, aber laut und mit viel Freude!

Stattdessen habe ich eine Ausbildung gemacht. Wenigstens was Kreatives: Schauwerbegestaltung in einem Möbelhaus. Ich liebte es auch mein Zimmer umzuräumen und neu zu dekorieren. Doch so kreativ, wie ich mir das vorstellte, war es nicht. Mir fehlte die Sinnhaftigkeit. Und entwickeln konnte ich mich da auch nicht. Ich war in einer Sackgasse gelandet.

Auf der Suche nach Sinn und Entwicklung

Ich wechselte in ein Beratungsunternehmen, wo ich mich ausgiebig entwickeln konnte. Dort habe ich unglaublich viel gelernt und viele verschiedene Aufgaben ausgefüllt. Studierte neben meinem Job BWL. Wollte ich doch nicht ewig die Assistentin bleiben. Und wieder schien mir alles, was ich in diesem Job erreichen konnte sinnlos.

Was für mich Sinn bedeutet, sollte mir erst viel später in meinem Leben klar werden.

Signale Pause zu machen ignorierte ich

Nach dem berufsbegleitenden Studium spürte ich deutlich, dass ich nicht mehr kann und eine Pause brauche. Ich fühlte mich unendlich erschöpft. Brach oft in Tränen aus und war immer schneller gereizt. Doch statt meinem inneren Ruf zu folgen, war ich wieder vernünftig. Hatte ich doch endlich eine begehrte Stelle ergattern können.

So etablierte ich mich in einem Pharmaunternehmen am Ort. Parallel schrieb ich meine Diplomarbeit. Mir rauchte der Kopf von den vielen neuen Dingen im Job und den unzähligen Büchern, die ich für die Diplomarbeit durchackerte. Doch ich rackerte mich da durch.

Gut sein war scheinbar unereichbar

Ich lebte in einer langjährigen Beziehung. Mein Leben schien erfolgreich und geregelt. Kinder habe ich mir da halt gewünscht. Aber irgendwie hat das nicht sollen sein. Beim Versuch ein gemeinsames Ja mit meinem Partner für Familie zu finden, jagte ich einer unerreichbaren Möhre hinterher. Irgendwie war ich und unsere Beziehung nie gut genug dafür.

Was ist wirklich nährend?

Beim Versuch mich beruflich so einzubringen, wie ich es am besten konnte und wollte, hatte ich immer weiter aus den Augen verloren, dass es viele Quellen braucht, um den Strom meines Lebens zu füllen. So wie der mächtige Rhein von vielen Flüssen gespeist wird, ist das auch mit meinem Leben.

Es benötigt mehr als den Schein

Ich brauche Dinge die meine Seele nähren, wovon ich damals wenig in meinem Leben hatte. Mein Anker war der Singkreis, den ich damals in Ingelheim ins Leben gerufen habe. Dort kam ich jedes mal mit mehr Energie raus, als ich reingegangen bin. Doch mein Akku wurde immer schwächer. Ich braucht immer mehr und länger, ihn aufzuladen.

Als ich Ende 2010 dem Hamsterrad herauspurzelte, lag mein Leben in Trümmern vor mir.

Das Kartenhaus fällt zusammen

Ich war fast 39.
Kinder hatte ich immer noch keine.
Einen Partner hatte ich plötzlich nicht mehr.
Ich steckte in einem Job, der mich ernährte aber nicht nährte.
Meinen Körper streikte auf allen Ebenen. Ihn spürte ich nur noch als schmerzende Hülle.
Keine Kraft für Nix mehr hatte ich.

Die Not wendet mein Leben

Wie es weiter gehen könnte? Ich hatte keine Ahnung.
Ich wusste nur: So, wie es jetzt ist, funktioniert das Leben nicht mehr.

Meine ganz persönliche NotWendigkeit war da.
Meine Not war so groß, dass mein Leben sich wenden konnte.

Was ich im Laufe dieser Wende erfahren, gelernt und erkannt habe, berichte ich hier immer wieder.

Meine heutige Erlaubnis

Heute, gut 8 Jahre später gestehe ich mir zu, dass mein Tempo etwas langsamer ist, als der Mainstream. Dass ich mehr Stille brauche, als viele andere. Dass die Natur, insbesondere der Wald ein heilsamer Ort für mich sind, an dem ich mich oft aufhalten sollte für mein Wohlergehen.

Mein Zugeständnis

Ich gestehe mir zu, dass ich schlecht im Smalltalk bin und wahrhaftige Gespräche schätze. Gespräche, in denen Menschen sich einander zeigen wie sie sind, und nicht wie sie sein sollen.

Ich gestehe mir zu, dass meine Fähigkeit für Multitasking eine Illusion war. Wenn ich etwas wirklich gut machen will, erlaube ich mir jetzt, mich darauf zu konzentrieren.

Erfülltes Leben

So hat sich im Laufe der letzten Jahre mein Lebensfluss wieder gefüllt. Die Fahrrinne ist wieder schiffbar, die Sandbänke unter Wasser.

Mein Flussbett hat sicher noch Kapazität. Deshalb erlaube ich mir weitere Quellen anzuzapfen.

Schlüssel Spüren und Genießen

Ich spüre mich, meinen Körper und meinen ganz eigenen Rhythmus wieder.
Ich erlaube mir mein Leben im eigenen Tempo zu genießen.
Ich kreiere mir Oasen im Alltag.

Besser als alleine

Zusammen geht vieles einfacher. Im Laufe der Zeit habe ich lernen dürfen, dass ich nicht alles alleine wuppen muss. Ich darf mir helfen lassen.

Das geht meistens viel leichter und macht auch noch Spaß.

Ich singe viel und am liebsten mit vielen lieben Menschen.
Das ist eine wichtige Oase für mich.

Klangvolle Herzensgrüße voller Lebendigkeit
Deine Regina Aruna

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Schicke dazu eine e-Mail an rkienetz@gmx.de

Sehnen nach Wahrnehmen

Sehnen nach Wahrnehmen

Ich schreibe diesen Blog nicht, weil ich etwas besonderes zu sagen habe. Ich schreibe ihn, um wahrgenommen zu werden.

Hier bin ich. Hier zeige ich mich.
See me. Hear me. Feel me!

Ich kann mich gut an meine Kindheit erinnern:
Als jüngste der Familie laufe ich beim Spazieren oft ganz hinten. Ich stelle mir vor, dass keiner bemerken würde, wenn ich einfach verschwinde. Alle unterhalten sich angeregt über Dinge, die ich nicht verstehe und die mich im Grunde auch nicht interessieren. Weil ich sie ja eben nicht verstehe.

Der Gedanke, dass keiner bemerken würde, wenn ich plötzlich nicht mehr da bin (weil ich zum Beispiel in den Graben gefallen bin) macht mich unendlich traurig. Es wird mir ganz schwer ums Herz, meine Kehle schnürt sich zu. Tief in mir spüre ich den Wunsch: Seht mich! Hört mich! Fühlt mich! So wie ich bin.

Viel zu oft hatte ich das Gefühl: Ich werde nur geliebt, wenn ich brav bin. Und hey, ich war wirklich nicht nicht brav. Brav war mein Synonym für: Ich bin so, wie ich sein soll. Alles in mir schrie: Seht mich wie ich bin und nicht so, wie ihr mich sehen möchtet!

Es liegt meiner Erfahrung nach so viel Heilung im Wahrnehmen, wie es ist. Wenn ich so wahrgenommen werde, wie ich bin, ohne etwas anders haben zu wollen, kann etwas zur Ruhe kommen. Dann kann ich die Maske der Perfektion ablegen, muss mich nicht mehr schützend verbergen hinter besonders gut, besonders lieb oder besonders irgendwas sein.

„Was ist darf sein und was sein darf, kann sich verändern“ ist ein Satz, der sich vor Jahren in meine Festplatte gebrannt hat. Mich selbst wirklich so sein zu lassen, wie ich bin, ist immer noch ein Prozess oder auch eine Forschungsreise für mich.

In meinem Blog werde ich versuchen, mich Dir so zu zeigen, wie ich bin. Ich zeige Dir, was ich erlebe, erkenne und wie ich die Welt sehe. Ich nehme Dich mit auf meine Reise, wenn Du magst.

Und natürlich mache ich das, weil ich damit wahrgenommen werden möchte. Sonst könnte ich es ja einfach in mein Tagebuch schreiben.

Vielleicht erkennst Du Dich darin wieder, wenn Du mich so wahrnimmst, wie ich bin.
Vielleicht darf ich Dich berühren mit dem, was ich erlebe.

Vielleicht sogar inspirieren.

Einfach mit dem, was ist. Mit dem, wie ich bin.

Hier bin ich. Hier zeige ich mich.

See me. Hear me. Feel me!

Deine Regina

 

Der Himmel ist voller Freude

30.12.2018:
Mein Hals kratzt und mein Kopf hämmert immer noch von meiner Erkältung. Soeben haben wir das ganze Gemüse für das morgige Silvester-Essen geschnippelt, und mit eher wenig Elan will ich mich ans Kochen machen… Peter hat die wirklich gute Idee, noch einen kleinen Spaziergang durch die kalte, frische Luft zu machen. Der Himmel ist zwar grau, aber Luft tut sicher gut.

Unterwegs treffen wir einen Ur-Mälscher mit seinen Nordic-Walking Stöcken. Der über 70-jährige kommt uns schon mit fuchtelnden Armen entgegen. Er wünscht uns eine freudige Zeit. Das zaubert mir schon ein erstes Grinsen aufs Gesicht. Als er dann mit Feuereifer davon berichtet, was seine Oma immer zu ihm sagte, strahle ich wie ein Honigkuchenpferd:

„Der Himmel ist voller Freude, mein Bub. Du musst Dich nur danach strecken. Und wenn Du hier unten nicht genug Freude hast, dann hast Du Dir nicht genug vom Himmel geholt.“

Dabei fuchtelt er weiter mit seinen Armen, als wolle er alle Freude für uns vom Himmel holen.

Aus vollem Herzen und mit dem breitesten Grinsen ever bedanke ich mich bei ihm für die Frohe Botschaft und wir wünschen ihm einen freudvollen Jahreswechsel.

Ich hüpfe wie ein kleines Kind neben Peter nach Hause und jauchze mehrmals zwischen den weihnachtlich geschmückten Häusern.

„Den hat uns der Himmel geschickt“, denke ich. Vergessen mein Halsweh und jeglicher Trübsal.

Also: Der Himmel ist voller Freude. Wenn Du mal traurig bist, streck‘ Deine Arme aus und hol Dir so viel Freude vom Himmel, wie Du magst. Ist genug für alle da.

Alles Liebe
Deine Regina